Unbelievable. This is absolutely amazing!! Lean back and enjoy the the 80’s Crimson Line-up.

Immer wieder schön zu sehen: Diese unverkennbare Mischung aus schluffigem Blaumann (dessen Reißverschluß sich betont großspurig immer mindestens bis zum Bauchnabel öffnete), seltendoofen Sprüchen, die auch von frühen deutschen Blockbustern wie „Sunshine Reggae auf Ibiza“ nicht getoppt werden konnten und einer unvergesslichen Mayonnaise-Frisur, die den Hamburger Ludenlook scheinbar mehr geprägt hat, als man bisher wußte. Die Rede ist von Tomas Milian (bürgerl. Tomás Quintin Rodriguez), alias der Superbulle Tony Marroni). Ein Mann wie eine Pommesbude. Wer ihn nicht kennt: Man stelle sich die italienische Variante von Schimanski vor, vermengt das Ganze mit ein wenig Hallervorden und löscht es schließlich mit einem guten Schuss Dieter Bohlen ab. Genial. Wir brauchen solche Typen.

Tomas ist daher nicht nur ein ausgelassener Style-Anwärter der ganz besonderen Güte, sondern eindeutig der ungekrönte König der gnadenlosen Klamauk-Ära, mit der zumindest meine Generation groß geworden ist. Wer jetzt jedoch glaubt, dass Tomas bzw. Tony darum nur eine kleines Licht am Ende der glamurösen Lichterkette der euopäischen Filmindustrie war, liegt falsch. Lange vor seinen Zeiten als lässiger Schmier-Cop feierte er bereits weltweite Erfolge mit staubigen Italo-Western wie der Trilogie der ‚Cuchillo‘-Filme von Sergio Sollima. Laut Wikipedia verlegte Milian nach dem Zusammenbrechen der italienischen Filmindustrie zum Ende der 80er Jahre sogar seinen Arbeitsschwerpunkt in die USA, wo er bis heute regelmäßig in Hollywood-Produktionen (wie „JFK – Tatort Dallas“ oder „Traffic – Die Macht des Kartells“) als wichtiger Nebendarsteller eingesetzt wird.

Grund genug, ihn noch einmal als Hauptdarsteller aktiv werden zu lassen. Film und Hut ab für 34 Sekunden Tony Marroni im Original: