Cyber-Biologie.

Oktober 9, 2008

Wenn ich meinen Freund Klaus nicht hätte, würden mir Entwickungen wie diese oft vorenthalten bleiben. Klaus ist mein Inspirationsfreund. Oder anders gesagt: wir führen eine Inspirationsfreundschaft. Immer im Zeichen der kompromisslosen Weitergabe von Ideen bzw. Neuem, Unglaublichem, Packendem, Beknacktem und Merkwürdigem – und immer mit der Gewissheit, gegenseitiges Interesse und besondere Aufmerksamkeit zu ernten – und das seit fast 20 Jahren. Auch das folgende Video stammt aus seiner Inspirationsküche: Die „Viecher“ im folgenden FIlm sind praktisch im Computer gewachsen, bzw. haben über eine algorithmisch implementierte Evolutionsstrategie laufen gelernt. .. Wie bitte? Ich kann es immernoch nicht glauben. Danke, du alter Perser-Teppich.

Spam skuril.

August 25, 2008

Willkommen im Bernsteinzimmer des Kuriositätenkabinetts. Gerade in meinem E-Mail Postfach gefunden:

Man muss kein Freund von Flashmobs sein, um diese Form von kurzweiligem Darstellungsdrang zu mögen: Tatort Grand Central New York. Hunterte von Menschen mischen sich in einer Bahnhofhalle unauffällig unters Volk, um zur exakt gleichen Zeit zu regungslosen Gestalten zu „gefrieren“. Gleiches Prinzip, anderer Ort: Die Fressmeile einer Einkaufspassage. Etliche, scheinbar nicht zusammengehörige Besucher, präsentieren quasi aus dem Nichts heraus ein glamuröses Spontan-Musical inklusive Gesang und dramatischen Tanzeinlagen.

Hinter den teils aufwändigen Aktionen stecken die Flashmob-Aktivisten von ImprovEverywhere, die immer wieder mit perfekter Organisation und Umsetzung von stark Aufsehen erregenden Inzensierungen bis schwer schwachsinnigen Ideen überzeugen, und so die große Öffentlichkeit für einen kurzen Moment lang zur ausverkauften Kleinkunstbühne werden lässt. Wer selbst einmal teilnehmen will, findet unter www.ImprovEverywhere.com aktuelle Aktionen, Orte, Daten, Videos und Teilnahmebedingungen.

Video Aktion „Frozen Gand Central“:

 Video Aktion „Food Court Musical“

Therapeutisches Zentrum für Hasenbesitzer auf Liebesentzug: Die „Church of the Cosmic Bunny“ ist eine (hoffentlich) nicht ganz ernst gemeinte Predigt für innere Harmonie und transzentrale Erleuchtung durch „Bunnyness“. O-Text: Here you can learn more about the process of awakening your own Inner Bunny and begin in-joying life, as the Bunny God intended!  Einfach gesagt: Gott ist Bunny, Leben ist Bunny, Licht ist Bunny, alles ist Bunny. Im Namen des Vaters und des Sohnes, und des heiligen Bunny’s – Amen!

Church of the Cosmic Bunny website: http://bunnyreligion.blogspot.com

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Skaten. Was anfangs nach therapeutischer Akrobatik für NeoPunks aussah, ist (hingegen aller Beschwörungen unserer Eltern und Lehrer) auch heute noch eine waschechte Jugendkultur und Lebenseinstellung, die keinen Knochen heile lässt. Kurz: Der Kult ums Board ist einfach nicht zu knacken. Weder philosophisch, noch wirtschaftlich. Und das ist auch gut so, denn langweilig wirds scheinbar noch lange nicht – im Gegenteil. Hunderte von Clips und Videos, Sites und Slides über sogenannte Fingerskater und deren Competitions, Battles, Communities oder Best-of-moves kursieren seit einiger Zeit im Netz. Beim Fingerskaten handelt es sich um Sprünge und wahre Kunststücke mit einem Miniatur-Skateboard in Kombination mit Drehungen und Bewegungen der Finger bzw. der Hand / des Handgelenks.

Mehr auch unter http://sk8rstv.com/

Es gibts Songs, die man immer wieder mal gern hört. Und es gibt Songs, die man einfach nicht vergisst. Als ich „Weather with you“ das erste mal gehört habe, muss ich so um die 14 gewesen sein – und obwohl ich mit Haut und Haar dem Hip Hop verschrien war, brannte sich diese Melodie wie ein Stück glühende Grillkohle in mein faseriges Hirn. Ein Höchstmaß an Harmonie und Melodie hatte meinen damaligen Gangsta-Grundsatz in Nu gebrochen. Ich konnte es selbst kaum fassen – und um nicht in Erklärungsnot zu geraten, erzählte ich es einfach niemandem. Schon garnicht meinen Gangsta-Jungs.

18 Jahre sind seitdem vergangen. Und mittlerweile habe ich eher Probleme, mit anderen über meine „Gangsta“ Vergangenheit zu sprechen, als mit ihnen über „Wheather with you“ zu sinnieren. 

Immer wenn ich „Weather with you“ höre (was wirklich nicht oft vorkommt), erinnere ich mich zurück an eine Zeit, in der der Hip Hop regierte, in der es keine Handys gab und Joints einfach anders rochen als heute. Es wäre, als würde ein Film ablaufen. Mein Film. Dramaturgisch sauber und nicht länger oder kürzer als der Song selbst. Und nur die besten Sequenzen tauchen wieder auf. Viel Vergnügen und viele unvergessliche Erinnerungen mit einem absolut genialen Song.

Crowded House: „Weather with you“      www.crowdedhouse.com

Ein krankes Kind zur Welt zu bringen, ist für die Meisten nichts weiter als eine bittere Anekdote aus dem täglichen Mediengeschehen. Bis es einen plötzlich selbst ereilt.

Eine gute Freundin von mir bittet daher um eure Hilfe – in welcher Form auch immer.

Kurz: Bei der Geburt Ihres Kindes ist es unerwartet zu einer Gehirnblutung gekommen. Die Folgen: Shiva Maria leidet unter einem Hirnschaden und kann auch nach 3 Lebensjahren nicht eigenständig krabbeln, essen, laufen oder sprechen. Ein Pflegefall. Wenn auch einer, der gerne lacht und dabei mehr als liebenswert ist.

Bemerkenswert ist die Energie, die ihre Mutter seit 3 Jahren Tag und Nacht in sie investiert. Sie setzt tatsächlich alles in Bewegung, um das Leben der Kleinen etwas lebenswerter zu gestalten. Ihre größte Kraft: Bis heute hat sie nicht aufgegeben, an ein Wunder zu glauben. Jedoch fand der lange Weg zwischen Klinik und Zuhause, Hoffnung und Angst bisher kein definitives Ende.

Eine Richtung – und somit eine Hoffnung – gibt es jedoch: Ihre eigene Suche nach adäquaten Behandlungsmethoden und erfolgsversprechenden Therapien hat die Mutter auf das Biotechnologie Forschungszentrum in Blankenheim gebracht. Hier scheint der Traum, auf Hirnschäden beruhende Spastiken zu lösen, seit 1992 Wirklichkeit zu sein. Doch so vielversprechend die Behandlung auch ist, so gering scheinen momentan die Möglichkeiten für die Familie, die gesamten Kosten alleine zu tragen.

Wer also in irgendeiner Form helfen kann, oder besser: helfen will (sei es mit Informationen über alternative Behandlungsmethoden, Therapien, Fachärzte, Kontakten, Erfahrungsaustausch oder anderen Möglichkeiten und Perspektiven), ist jederzeit willkommen. Wer sich zudem ein wenig an den Kosten für die Therapie im Forschungszentrum Blankenheim beteiligen will, natürlich auch. Jeder Hinweis, jeder Gedanke, jede Idee und jede Hilfe kann etwas verändern. Mehr Infos zu Shiva Maria und der Therapie findet ihr unter

 http://www.heilung-fuer-shiva.blogspot.com/ 

oder besser direkt bei der Mutter, unter heilung-fuer-shiva@web.de 

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