www.stanleyjordan.com: “ … Over the course of five major recordings and several smaller independent releases, Stanley has explored earthly and astral musical trailways. Because of the extraordinary originality of his approach to guitar, Stanley has been looked upon first and foremost as a musical original, orbiting in an artistic universe without predecessor or immediate successor. …“

Back-stabber!

August 3, 2009

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Unbelievable. This is absolutely amazing!! Lean back and enjoy the the 80’s Crimson Line-up.

…. und schwelge im beinahe unerklärlichen, zu tiefst beeindruckenden Aktivismus vergangener Musik-Generationen. Was bleibt, ist  ein klammes Ziehen in der rechten Schulter und eine eindeutige Frage: Wo ist eigentlich zwischen progressivem „Krautrock“, Stefan Remmlers „Trio“ und der Erfindung von Techno der gute deutsche musikalische Pionier- und Experimentiergeist  abgeblieben? Im Stau auf Kraftwerks Autobahn? Schade eigentlich.

Einfaches aber nettes Tool, um die Schnappschuss-Nostalgie vergangener Tage wieder aufblitzen zu lassen. www.poladroid.net

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Chris Christmas Rodriguez.

Oktober 12, 2008

Hätte die alte Schenkelbürste Magnum alias Tom Selleck einen griechischen Halbbruder, der wiederum mit John Travolta und Bruce Lee verwandt ist, könnte es sich zweifelsohne um Chris Christmas Rodriguez handeln. Chris ist die Krönung aller Macho-Pimps. Kampfmaschine, Womanizer und Weihnachtsmann in einer Person. Das genitale lächeln, der gegorene Weintrauben-Blick, der pornografische Hüftschwung – alles das macht ihn aus und beweist wahre Liebe zum albernen Pimp-Detail. Chris Christmas Rodriguez ist, soviel ich weiß, eine Erfindung der Düsseldorfer BBDO und galt im Kampf um die Gunst eines großen Food-Kunden im Rahmen einer Pitch-Präsentation als lässiger Showeffekt und beeindruckendes Kreativ-Thermometer. Wunderbar. Wir brauchen solche Typen. Ein echtes Highlight.

Oft gesampled, nie erreicht: Rick James (1. Februar 1948 – 4. August 2004). Aus seiner Biografie:                                                    

„Rick James broke many cultural taboos by flaunting his extravagant lifestyle. As an icon of drug use and eroticism, Rick James went further than anyone had gone before. But before long, his lifestyle started to catch up with him. „During the Throwin’ Down tour I went to see Dizzy Gillespie at the Blue Note in New York. Man, I loved Dizzy. He was a guru, a beautiful man filled with the spirit of compassion, the father I never had. Diz was never judgmental. He used to say I was too serious and warn me not to look at life so black and white. He saw I was wild. ‘Rick,’ he said, ‘you remind me of Bird. Boy, you better slow down.’ But even Dizzy, for all his wisdom, couldn’t change my reckless ways.“ 

 www.rickjames.com

Beängstigende Narben, zerschlagene Schädel, blutunterlaufene Augen: ZombieMe.com lässt jeden, der es ausdrücklich nötig hat, zum waschechten Untoten mutieren - und macht damit dem aktuellen Photogenerator-Wahn im Netz alle Ehre. Ein paar Dollar und ein einfacher Upload des zu zombifizierenden Bildes genügen. Innerhalb kurzer Zeit erhält man sein individuelles, beinahe zum Täuschen echtes Schreckensbild, das mit großer Sicherheit noch einen anspruchsvollen Platz neben dem Oilily-Parfüm und der winkenden Goldkatze im Sideboard findet. Fazit: Die schaurigen Ergebnisse können sich sehen lassen, denn obwohl man in Bezug auf surreale Zombiewelten nicht gerade von Realismus sprechen kann, überzeugt die bildliche Umsetzung mit mehr oder weniger perfekten Details.

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(c) Destination Creation, ZombieMe.com

One Minute Art.

Februar 28, 2008

Wer kennt sie nicht, die stilistischen Fehltritte der 70er und 80er Jahre: Weltraumstillleben im Neonlook - der Blousonseidenjogger unter der modernen Discount-Kunst. Werke, die meist in Fußgängerzonen und gleich im günstigen 3er-Pack zu haben sind. Penetrante Illusionsbilder, die vor 3-Dimensionalität kaum gerade an der Wand hängen können. Wer sich schonmal gefragt hat, wie solch namhafte Street-Warhols ihre wertvollen und oft großformatigen Erzeugnisse für regelrechte Dumpingpreise anbieten können, findet die Antwort hier:  

www.spacepaintings.com

Es gibts Songs, die man immer wieder mal gern hört. Und es gibt Songs, die man einfach nicht vergisst. Als ich „Weather with you“ das erste mal gehört habe, muss ich so um die 14 gewesen sein – und obwohl ich mit Haut und Haar dem Hip Hop verschrien war, brannte sich diese Melodie wie ein Stück glühende Grillkohle in mein faseriges Hirn. Ein Höchstmaß an Harmonie und Melodie hatte meinen damaligen Gangsta-Grundsatz in Nu gebrochen. Ich konnte es selbst kaum fassen – und um nicht in Erklärungsnot zu geraten, erzählte ich es einfach niemandem. Schon garnicht meinen Gangsta-Jungs.

18 Jahre sind seitdem vergangen. Und mittlerweile habe ich eher Probleme, mit anderen über meine „Gangsta“ Vergangenheit zu sprechen, als mit ihnen über „Wheather with you“ zu sinnieren. 

Immer wenn ich “Weather with you“ höre (was wirklich nicht oft vorkommt), erinnere ich mich zurück an eine Zeit, in der der Hip Hop regierte, in der es keine Handys gab und Joints einfach anders rochen als heute. Es wäre, als würde ein Film ablaufen. Mein Film. Dramaturgisch sauber und nicht länger oder kürzer als der Song selbst. Und nur die besten Sequenzen tauchen wieder auf. Viel Vergnügen und viele unvergessliche Erinnerungen mit einem absolut genialen Song.

Crowded House: „Weather with you“      www.crowdedhouse.com

Immer wieder schön zu sehen: Diese unverkennbare Mischung aus schluffigem Blaumann (dessen Reißverschluß sich betont großspurig immer mindestens bis zum Bauchnabel öffnete), seltendoofen Sprüchen, die auch von frühen deutschen Blockbustern wie “Sunshine Reggae auf Ibiza“ nicht getoppt werden konnten und einer unvergesslichen Mayonnaise-Frisur, die den Hamburger Ludenlook scheinbar mehr geprägt hat, als man bisher wußte. Die Rede ist von Tomas Milian (bürgerl. Tomás Quintin Rodriguez), alias der Superbulle Tony Marroni). Ein Mann wie eine Pommesbude. Wer ihn nicht kennt: Man stelle sich die italienische Variante von Schimanski vor, vermengt das Ganze mit ein wenig Hallervorden und löscht es schließlich mit einem guten Schuss Dieter Bohlen ab. Genial. Wir brauchen solche Typen.

Tomas ist daher nicht nur ein ausgelassener Style-Anwärter der ganz besonderen Güte, sondern eindeutig der ungekrönte König der gnadenlosen Klamauk-Ära, mit der zumindest meine Generation groß geworden ist. Wer jetzt jedoch glaubt, dass Tomas bzw. Tony darum nur eine kleines Licht am Ende der glamurösen Lichterkette der euopäischen Filmindustrie war, liegt falsch. Lange vor seinen Zeiten als lässiger Schmier-Cop feierte er bereits weltweite Erfolge mit staubigen Italo-Western wie der Trilogie der ‘Cuchillo’-Filme von Sergio Sollima. Laut Wikipedia verlegte Milian nach dem Zusammenbrechen der italienischen Filmindustrie zum Ende der 80er Jahre sogar seinen Arbeitsschwerpunkt in die USA, wo er bis heute regelmäßig in Hollywood-Produktionen (wie „JFK – Tatort Dallas“ oder „Traffic – Die Macht des Kartells“) als wichtiger Nebendarsteller eingesetzt wird.

Grund genug, ihn noch einmal als Hauptdarsteller aktiv werden zu lassen. Film und Hut ab für 34 Sekunden Tony Marroni im Original:

Göttlich! Eine wirklich schöne Idee, die zeigt, dass es tatsächlich Marketingverantwortliche gibt, die verstanden haben, was „user generated conent“ aus Kommunikationsperspektive bedeutet: Relevanz. So hat man seit einiger Zeit unter  http://mashup.starwars.com/ die Möglichkeit, seine individuelle Star Wars Welt entstehen zu lassen, eigene Videos mit original Star Wars Szenen zu mixen oder ganz neue Geschichten zu erfinden. Lucas Arts hat dazu kurzerhand den Fundus sämtlicher Krieg der Sterne-Filmszenen freigegebenen und damit regelrecht offenbart, dass kreative Nächstenliebe vom anderen Stern kommt. Fragt sich nur noch, welche neue Stimme wohl besser zu Darth Vader passt: Dick Cheney oder Gabi Köster? Ich werds gleich testen.  

15 Jahre ist es mittlerweile her, als hunderte von Kinosbesuchern noch vor Ende der Aufführung scharenweise die Kinosäle der muffigen Programmkinos verließen. „Perversion!“, sagten die Einen. „Untragbar!“, die Anderen. Die Rede ist vom mehrfach ausgezeichneten belgischen Mockumentary “C’est arrivé près de chez vous“ aus dem Jahr 1992, der die skurile Geschichte von Ben erzählt, einem durchaus charmanten Serienkiller, der während seiner “Arbeit“ von einem Kamerateam begleitet wird und dabei auf ironisch bitterböse Weise Einblick in sein scheinbar ganz normales Leben gewährt. Das jedoch auf so brutale und doch selbstverständliche (beinahe herzliche) Weise, dass man tatsächlich für einen Moment lang ins Grübeln gerät. Was auch immer man von dieser kuriosen Komödie halten mag – Mann beißt Hund (so die deutsche Übersetzung) gehört in jedem Fall zu den Filmen, die man irgendwann mal gesehen haben muss. Zumal er mit seiner unterschwelligen Anklage an Reality-TV-Programme und den Sensationsjournalismus auch heute noch aktuell ist. Viel Vergnügen.