15 Jahre ist es mittlerweile her, als hunderte von Kinosbesuchern noch vor Ende der Aufführung scharenweise die Kinosäle der muffigen Programmkinos verließen. “Perversion!”, sagten die Einen. “Untragbar!”, die Anderen. Die Rede ist vom mehrfach ausgezeichneten belgischen Mockumentary ”C’est arrivé près de chez vous” aus dem Jahr 1992, der die skurile Geschichte von Ben erzählt, einem durchaus charmanten Serienkiller, der während seiner ”Arbeit” von einem Kamerateam begleitet wird und dabei auf ironisch bitterböse Weise Einblick in sein scheinbar ganz normales Leben gewährt. Das jedoch auf so brutale und doch selbstverständliche (beinahe herzliche) Weise, dass man tatsächlich für einen Moment lang ins Grübeln gerät. Was auch immer man von dieser kuriosen Komödie halten mag – Mann beißt Hund (so die deutsche Übersetzung) gehört in jedem Fall zu den Filmen, die man irgendwann mal gesehen haben muss. Zumal er mit seiner unterschwelligen Anklage an Reality-TV-Programme und den Sensationsjournalismus auch heute noch aktuell ist. Viel Vergnügen. 

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